Erbschein

Ein Erbschein ist ein amtliches Zeugnis, um sich als Erbe zu legitimieren. Für die Erteilung des Erbscheins ist das Nachlassgericht zuständig, an dem der Erblasser seinen letzten Wohnsitz hatte.

Ein Erbschein wird benötigt, wenn beispielsweise ein Grundstück überschrieben werden soll oder wenn der Erbe über das Konto des Erblassers verfügen will - es sei denn, der Erblasser hat dem Erben bereits zu Lebzeiten eine Bankvollmacht über den Tod hinaus erteilt.

Der Erbschein ist kostenpflichtig, wird nur auf Antrag erteilt und ist kein Muss. Die Erben müssen dazu ihr Erbrecht nachweisen. Beispielsweise müssen gesetzliche Erben ihre Berechtigung über die Sterbeurkunde, einen Personalausweis und das Familienstammbuch nachweisen, während Erben auf Grund eines Testamentes oder Erbvertrags neben der Sterbeurkunde und dem Familienstammbuch diese Nachlassschrift beibringen müssen.

Die Kosten der Erteilung eines Erbscheins richten sich nach einer Gebührentabelle in Abhängigkeit vom geschätzten Nachlasswert.