Bankvollmachten

Bei einer Bankvollmacht unterscheidet man zwischen einer Vollmacht auf den Todesfall - die sogenannte postmortale Bankvollmacht und einer Vollmacht unter Lebenden über den Tod des Vollmachtgebers hinaus - die sogenannte transmortale Bankvollmacht.

Die postmortale Bankvollmacht oder Vollmacht auf den Todesfall ist dadurch gekennzeichnet, dass ihre Rechtswirkung erst nach dem Tode des Vollmachtgebers eintritt.

Die transmortale Bankvollmacht hingegen bedeutet eine Vollmacht, die unter Lebenden unbefristet und unbedingt erteilt wird und auch nach dem Tod des Vollmachtgebers fortbesteht. Ihr Vorteil besteht darin, dass sie nicht nur den Eintritt des Erbfalls abdeckt, sondern auch eine Phase der vorübergehenden oder dauerhaften Hilfsbedürftigkeit.

Ist den Erben keine trans- oder postmortale Bankvollmacht durch den Erblasser erteilt worden, so können die Erben zunächst gegenüber der Bank ihre Verfügungsberechtigung nicht nachweisen und können somit das Bankvermögen nicht verwalten. Bis zur Beschaffung des Erbnachweises beispielsweise in Form eines Erbscheins kann viel Zeit verstreichen, so dass eine solche Bankvollmacht von großer praktischer Bedeutung ist.