Steuerpflicht

Jeder, der aus einer Erbschaft etwas erwirbt, sei es als Erbe, als Vermächtnisnehmer, als Pflichtteilsberechtigter oder als Begünstigter einer Auflage, unterliegt dem Grunde nach der Steuerpflicht nach den Bestimmungen des Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetzes. Die Steuerschuld entsteht für den Erben mit dem Todesfall.

Das Finanzamt erfährt in aller Regel von einem Sterbefall durch das Nachlassgericht oder das Standesamt. Aber auch Banken, Sparkassen und Versicherungen sind zur Meldung verpflichtet, sobald ihnen ein Sterbefall bekannt wird.

Der Wert des Nachlassvermögens richtet sich nach dem gemeinen Wert - dem sogenannten Verkehrswert. Kosten für Beerdigung, Grabmal und Grabpflege, Kosten einer Testamentseröffnung, eines Erbscheins u. ä. können als Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden.